Gesund im Job beginnt bei dir, was du als Mitarbeitende*r beitragen kannst

Das klingt logisch, ist nicht immer so einfach.
Vielleicht kennst du das auch: Im Team ist immer jemand krank, die Stimmung gedrückt und die Tage fühlen sich schwer an. Mal fehlen Kolleg*innen wegen eines Infekts, mal weil „es gerade nicht geht“ und manchmal fehlt auch dir die Energie, dich wirklich einzubringen.
Oft wird dann zuerst die Führung hinterfragt: Der Chef, die Strukturen, das Klima und ja, das hat alles seinen Platz. Aber was passiert, wenn wir den Blick auch mal zu uns selbst wenden? Nicht, um Schuld zu suchen, um Verantwortung zu entdecken. Eine, die nicht überfordert, sondern stärkt um gesund im Job zu sein.
Vielleicht beginnt gesund sein im Job bei etwas ganz Einfachem
Zum Beispiel damit, wie du über deine Arbeit sprichst, im Team, zuhause oder unter Kollegen. Wenn du montags beim Frühstück schon stöhnst oder dich samstags vor dem Montag fürchtest, dann ist das ein Hinweis. Kein Vorwurf, eine Einladung hinzuschauen:
Was brauchst du wirklich, um dich wieder mehr mit deiner Arbeit zu verbinden?
Gesund im Job zu sein, hat nicht nur mit Pausen und Grippeviren zu tun. Es hat auch mit der inneren Haltung zu tun, mit deinem Umgang mit Stress, mit der Bereitschaft ehrlich hinzusehen, auch bei dir selbst.
Eine Pause muss nicht erst geschehen, wenn man krankgeschrieben ist. Es ist klug, sich frühzeitig einen Tag freizunehmen, um Überstunden abzubauen, vorausgesetzt es bringt nicht das ganze Team aus dem Takt.
Klar ist auch: Nicht jede*r kann einfach früher gehen oder von der Baustelle verschwinden, es braucht Rücksicht auf die Abläufe, auf Kolleg*innen, und dies ist Verantwortung.
Manchmal machen wir uns selbst krank, ohne es zu merken.
Zur Wahrheit gehört auch:
- Manche Erschöpfung entsteht nicht im Job, sondern im Privatleben.
- Wenn der Schlaf chronisch zu kurz kommt, das Wochenende durchgefeiert oder jede Nacht durchgesuchtet wird, dann kann selbst der beste Job am Morgen zur Zumutung werden.
- Dann ist nicht der Chef das Problem, sondern fehlende Selbstfürsorge.
Erholung beginnt nicht erst bei der Krankmeldung, sondern bei bewussten Entscheidungen im Alltag.
Wenn wir ständig müde zur Arbeit erscheinen und wir am Wochenende durchgefeiert haben. Wenn wir uns krank zur Arbeit schleppen, um nicht „schwach“ zu wirken.
Es ist oft klüger, kurz zu pausieren statt das halbe Team mitanzustecken oder wenn möglich, für einige Tage im Homeoffice zu arbeiten bevor du krank zur Abeit gehst oder ganz ausfällst. Gerade bei ersten Anzeichen von Unwohlsein kann dies ein Vorteil sein, sich zu regenerieren, ohne komplett auszufallen. Homeoffice ist kein Allheilmittel, aber eine Option, die in vielen Fällen mehr nützt als schadet, dem eigenen Körper, dem ganzen Team und dem Geschäft. Dazu braucht es natürliche ein Chef, der das Unterstützt und die Vorteile auch sieht.
Es gibt auch die Momente wo wir spüren, dass etwas im Team nicht stimmt, aber niemand den Mut hat, es anzusprechen.
Manche sprechen viel, andere schweigen, beides kann belastend sein, wenn dahinter Frust, Unsicherheit oder Angst stehen.
Was auch zum gesund sein im Job gehört sind die Stimmungen. Eine einzige Person kann die Stimmung heben, oder senken. Manchmal ist es der Chef, manchmal eine Kolleg*in und manchmal, sind wir es selbst.
Verantwortung ist nicht immer laut, oft beginnt sie ganz leise.
Zum Beispiel, wenn du dich fragst:
- Wie will ich mich im Team zeigen?
- Welche Energie bringe ich mit?
- Wie bringe ich mich ein?
Es geht nicht darum perfekt zu funktionieren, alles zu regeln, sondern um ehrlich zu sein und offen zu bleiben. Dies ist ein Weg, um gesund im Job zu sein.
Ein gesundes Team entsteht nicht durch schöne Leitbilder an der Wand. Es beginnt im echten Miteinander, in Gesprächen, bei einem ehrlichen Blickkontakt in der Pause oder auch beim aufmerksam sein und zuhören.
Gesund im Job ist kein Zustand, es ist eine Haltung.
Manchmal braucht es Mut, um etwas auszusprechen, oft reicht ein ehrliches Gespräch, um etwas in Bewegung zu bringen.
Es ist wichtig, dass du dich selbst wieder ernst nimmst.
- Wenn du merkst, dass du immer wieder erschöpft bist, frag dich, woran es liegt.
- Wenn du merkst, dass dich die Stimmung runterzieht, frag dich, was du brauchst.
- Wenn du merkst, dass du nur noch im „Ich muss“ funktionierst, dann ist es vielleicht Zeit, dich selbst wieder zu spüren.
Wenn du magst, kann dieser Beitrag der Anstoss sein, das Thema Gesundheit im Job neu zu überdenken, nicht nur als Führungskraft auch als Mitarbeitende*r und Teil eines Ganzen.
Denn gesund im Job zu sein, beginnt mit dir.
Fazit: Gesundes Miteinander braucht Bewusstsein.
Wenn du oft krank bist oder dich dauerhaft erschöpft fühlst, lohnt es sich, genauer hinzuschauen, nicht nur beim Job, sondern auch bei dir selbst.
Gesundheit im Job entsteht nicht von selbst, es wird täglich mitgestaltet durch Worte, Blicke und Haltungen.
Es braucht Mut zur ehrlichen Reflexion um herauszufinden, was sich verändern darf.
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Dies ist eine zweiteilige Serie.
Im ersten Teil teile ich Gedanken aus der Sicht von Führungskräften: Was passiert, wenn ständige Krankheitsausfälle zur Normalität werden und was das über die Unternehmenskultur verrät.